Physiotherapie in Ghana
 

Über uns

Yvonne Graf

Arbeitet als Physiotherapeutin in einer Reha-Klinik, sowie einer Praxis in Ulm. Zudem bietet Sie Wassergymnastik, Wirbelsäulengymnastik und Thai-Massage an.

Bewegung und Freude ist für mich ohne ethische Grenzen und für alle Menschen gleich, sie ist international, nonverbal und ein humanes Grundbedürfnis. Darum möchte ich diese Motivation auch für andere Menschen schaffen. In diesem Fall für junge Menschen in Ghana.

Durch die gemeinsame Physiotherapie-Ausbildung und Arbeit in der Tanzgruppe der Heimerer Schule in Leipzig lernte ich Aurelia kennen und schätzen.

Ich wurde aufmerksam auf Ghana und dortige Lebenssituationen und Einrichtungen. Im Februar 2011 besuchte ich zum ersten Mal Ghana, um das PCAF-Therapiezentrum zu sehen. Denn die Idee zu einem gemeinsamen Projekt war geboren und nun ist ein längerer Aufenthalt für 2012 geplant.

 

Aurelia Bernadette Ofori

Aurelia arbeitet in einer Physiotherapiepraxis für Kinder und geistig behinderte Erwachsene in Leipzig. Zudem leitet sie einen Kindertanzkurs und unterrichtet Afrotanz im westafrikanischen Stil für Erwachsene.

"Schon seit meiner Kindheit habe ich mich für die verschiedenen Therapieformen für Menschen sowohl im physischen als auch im psychischen Bereich interessiert. Daraus ist recht schnell der Berufswunsch "Physiotherapie" mit seinen vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten und Alternativen zur Schulmedizin entstanden. Auch andere Ländern und Kulturen haben mich schon immer fasziniert. Durch die Globalisierung rückt die Welt scheinbar immer näher zusammen; trotzdem merke ich immer wieder, wie wir alle unsere Vorurteile, "positive" wie "negative", haben und wie fremd sich die Menschen unterschiedlicher Kulturen doch immer noch sind. Deshalb ist in mir schon während meiner Schulzeit der Wunsch gereift, für längere Zeit ins Ausland zu gehen. Dabei war für mich aber immer klar, dass ich nicht als Tourist würde gehen wollen. Stattdessen wollte zuerst eine Berufsausbildung abschließen, um mich in meinem Gastland sinnvoll einbringen und dadurch auch die Kultur besser verstehen zu können. Mit dem Projekt MoveYYAA möchte ich diese Ziele erreichen.

Deshalb plane ich mit großer Motivation seit nunmehr über einem Jahr meinen dritten Aufenthalt in Ghana. Die Erfahrungen meiner bisherigen Afrika-Aufenthalte und das Wissen, dass eine ebenso engagierte Physiotherapeutin und Freundin mich begleitet, helfen mir, dabei trotz aller Formalitäten nicht die Vorfreude zu verlieren. Ich erwarte, dass es für alle Beteiligten - für mich, die Kinder und Jugendlichen und die Lehrer in Offinso eine sehr bereichernde Zeit wird und meine Hilfe ein Beitrag ist. Dabei habe ich aber nicht die Illusion, die ganze Welt ändern zu können, sondern hoffe, dass ein Austausch zwischen 2 Welten und unterschiedlichen Vorstellungen stattfindet und viele Menschen - in Deutschland und Ghana, zum Denken angeregt werden."

 

Katrin Glöggler

Mit 5 Jahren habe ich angefangen zu tanzen. Meine damalige Inspiration war meine Schwester, die ich immer in ihrem Ballettunterricht besuchen durfte. Bis ich 16 war und meine erste Ausbildung anfing, war der Ballettsaal der Raum meiner tänzerischen Grundausbildung. Später trat ich der Showtanz Gruppe ‚Respect‘ bei und begann im Fitnessstudio Hip Hop zu unterrichten. Nach einem Jahr das ich in Neuseeland, Australien und Thailand verbrachte, kam ich nach Ulm zurück und unterrichtete im Dansarts Ulm Hip Hop für Kids und Teenies. Vor drei Jahren entschloss ich mich meine Leidenschaft zum Beruf zu machen und begann nach meinem 3 monatigen Aufenthalt in Los Angeles meine Bühnentanz- und Tanzpädagogische Ausbildung am Ballettförderzentrum in Nürnberg.

Tanzen ist schon immer ein bedeutender Bestandteil meines Lebens. Während meiner Ausbildung bin ich durch meine eigenen körperlichen Einschränkungen immer wieder an meine Grenzen gestoßen. Das habe ich auch an meinen Mitschülern beobachten müssen. Dadurch ist bei mir der Wunsch entstanden, Menschen die in ihren Bewegungen eingeschränkt sind, zu unterstützen und ohne Druck an kleine und große Lernerfolge heranzuführen.

Auch das Reisen und Leben im Ausland, das Kennenlernen neuer Kulturen, Traditionen und Menschen, ist durch meine häufigen Auslandsaufenthalte unentbehrlich für mich geworden. Yvonne und Aurelia‘s Projekt beeindruckte mich sehr und ich beschloss kurzerhand einzusteigen. Einerseits begeistert mich die Arbeit mit Kindern, da ich v.a. durch deren Ausgelassenheit und Lebhaftigkeit ständig Neues lernen und entdecken kann. Andererseits faszinierte mich der Kontinent Afrika schon immer, dessen Bewegungskultur einen besonderen Charakter für mich hat.